Die Digitalisierung verändert unser Leben schneller als je zuvor. Vieles wird einfacher: Bankgeschäfte erledigen wir online, Arzttermine lassen sich digital vereinbaren und selbst Behördengänge können inzwischen bequem von zu Hause aus erledigt werden.

Zumindest theoretisch.

Je intensiver ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto häufiger stelle ich mir eine andere Frage:

Was passiert mit den Menschen, die diesen Weg nicht oder nur teilweise mitgehen können?

Dabei denke ich nicht nur an hochbetagte Menschen. Ich kenne Menschen Mitte fünfzig, die sich bewusst aus der digitalen Welt zurückziehen oder den Anschluss verloren haben. Gleichzeitig begegne ich Menschen über achtzig, die täglich ihr Tablet nutzen, mit der Familie per Video telefonieren und ihre Bankgeschäfte selbstverständlich online erledigen.

Mir wird deshalb immer deutlicher: Das Lebensalter allein sagt wenig über digitale Kompetenz aus.

Viel entscheidender ist eine andere Frage:

Wie schaffen wir eine digitale Gesellschaft, an der möglichst alle Menschen teilhaben können?

Für mich ist digitale Teilhabe inzwischen weit mehr als ein technisches Thema. Sie entscheidet darüber, ob Menschen selbstständig bleiben, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und wichtige Dienstleistungen nutzen können.

Digitalisierung darf deshalb nicht bedeuten, dass analoge Wege vollständig verschwinden. Vielmehr brauchen wir Lösungen, die unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigen und niemanden ausschließen.

In den kommenden Monaten möchte ich mich intensiver mit diesem Thema beschäftigen. Ich plane ein Buch mit dem Arbeitstitel:

„Digitalisierung braucht Teilhabe – Herausforderungen und Lösungen für eine alternde Gesellschaft.“

Dabei soll es nicht nur um Probleme gehen. Mich interessieren vor allem praktikable Lösungen. Welche Verantwortung tragen Politik, Kommunen, Unternehmen und wir selbst? Welche guten Beispiele gibt es bereits? Und wie können digitale Angebote so gestaltet werden, dass sie verständlich, sicher und für möglichst viele Menschen nutzbar sind?

Ich lade Sie herzlich ein, mich auf diesem Weg zu begleiten.

Ihre Erfahrungen interessieren mich besonders:

  • Welche digitalen Hürden erleben Sie im Alltag?
  • Wo funktioniert Digitalisierung bereits gut?
  • Welche Lösungen wünschen Sie sich?

Vielleicht entsteht aus diesem Austausch nicht nur ein Buch, sondern auch eine kleine Gemeinschaft von Menschen, die sich für mehr digitale Teilhabe einsetzen.

Ich freue mich auf Ihre Gedanken und Erfahrungen.

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